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Chemische Experimente die gelingen

In unserem grossen Haus hatte meine Vater auch eine grosse Bibliothek.

In dieser Bibliothek gab es zudem noch verschiedene Experimentierkasten, über Optik, Akustik und Elektrizität die noch aus seiner Zeit stammten. Leider hatte er keine Zeit um mir dort Verschiedenes zu erklären wie man es anwendet. Da mir die Anwendungen noch nicht bekannt waren beschädigte ich mit der Zeit auch Vieles.

In jener Zeit gab es noch  kein Fernsehen. Ich war sehr wissbegierig und las alles was mir in die Hände fiel. In der Bibliothek befanden sich nebst medizinischen Fachbüchern auch Bücher die meinem Alter gar nicht angemessen waren und die ich nicht lesen durfte, wie z.B. Sittengeschichte der Welt mit vielen Abbildungen die einem 12Jährigen gewiss nicht angemessen waren. Dann mehrere Bücher über Psychoanalyse von einem Leonhard Steckel, einem Schüler von Freud in welchem viele erotische Träume beschrieben wurden.

 

Mein Vater schenkte mir aber auch Bücher an denen er bestimmt auch selbst interessiert war.  Dazu gehörten Bücher über Chemie von Dr. Hermann Römpp mit den Titeln

Chemische Experimente die gelingen

Organische Chemie

Chemie des Alltags

Rezeptbuch des Alltags und

Chemische Zaubertränke.

 

Damals faszinierte mich am meisten

die chemischen Experimente die gelingen.

Da mir aus der Apotheke meines Vaters auch viele chemische Stoffe zur Verfügung standen experimentiere ich viel damit.

Es knallte viel und stank  zeitweise sehr "chemisch" zum Leidwesen meiner Mutter, wofür ich mich heute leider bei ihr nicht mehr entschuldigen kann. Mein Vater war in dieser Zeit jeweils irgendwo

auf Patientenbesuch in Such, Lawin, Guarda, Brail und Ardez Bos-cha und Suren click. (Auf diesem Link

findet Ihr hervorragende Bilder von allen diesen Ortschaften, der Flora und der Fauna.

Leider sind die Bilder nicht von mir).

 

  Explosivstoffe, Tränengas und andere Gase gehörten zu meinen Steckenpferden und so musste ich zweimal auf dem Polizeiposten antraben, weil ich mit irgend etwas in der Gegend herumknallte. Damals gab es in Zernez noch ein Sumpfgebiet, il schfuendrà,  welches für solche Experimente sehr geeignet war. (Leider wurde dieses Sumpfgebiet ein sehr interessantes Biotop mit Lurchen, Salamandern, Kaulquappen und Libellen unvernünftigerweise vom damaligen Besitzer später trockengelegt).

 

Bei Sprengstoffexperimenten auf unserem Hausdach, einem grossen Flachdach, erlitt der Kamin auch einmal eine Beschädigung.

Meine Eltern hatten es also nicht leicht mit mir. Mein Vater verzieh mir jedoch das Meiste da es ja zu meinem damaligen Lernprozess gehörte.