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Das seltsame helle Licht

Ein prägendes Erlebnis auf dem Flüeli Ranft

und viele Jahre später

Das neue Herz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Radspeiche, ein vereinfachtes Meditationsbild wie Niklaus von der Flüe die  Dreifaltigkeit in einer Vision wahrgenommen hatte

Wir haben das Jahr 1480. Bruder Klaus hat ein Gespräch mit einem Pilger, der später seine Erlebnisse aufschreibt  und 1487 im "Pilgertraktat" gedruckt herausgegeben wird.

 

Der Pilger stellt zunächst manche Fragen. Dann ergreift Bruder Klaus die Initiave und sagt:

"Wenn es Dich nicht langweilt, will ich dir mein Buch zeigen, in dem ich lerne."

Der Pilger will schon deswegen das Buch sehen, weil er weiss, dass der Einsiedler weder lesen noch schreiben kann.

Nun bringt Bruder Klaus die Zeichnung eines Rades hervor.

Das ist die Narbe mit einem Punkt in der Mitte, der Reifen und sechs Speichen, die Nabe und Reifen verbinden.

Bruder Klaus beginnt zu erklären:

 

"In dieser Figur sehe ich das Wesen Gottes, seine unendliche Lebensfülle.

Im Mittelpunkt ist die ungeteilte Gottheit, umgeben von der Gemeinschaft der Heiligen. Von diesem

Mittelpunkt gehen drei Personen aus, Vater, Sohn und Heiliger Geist. Sie umgreifen Himmel und Erde,

Dinge und Menschen durchdringen das All und halten es in ihrer Hand.

Und wie von einem Geheimnis umgeben, so kehren sie wieder dorthin zurück - die 'unteilbare Macht.

Christus ist das Zentrum "

 

"Und er (Bruder Klaus) fing an und sagte zu mir: Siehst du diese Figur? So ist das göttliche Wesen. Der Mittelpunkt ist die ungeteilte Gottheit, darin sich alle Heiligen erfreuen. Die drei Spitzen, die zu dem Punkt des inneren Zirkels führen, sind die drei Personen; sie gehen von der einigen Gottheit aus und haben umgriffen den Himmel und alle Welt, die sind in ihrer Gewalt. Und wie sie von der göttliche Gewalt ausgehen, so führen sie wieder hinein und sind unteilbar in ewiger Macht. Das bedeutet diese Figur "

 

*     *    *    *    *

 

Niklaus von der Flüe hatte ein spezielles Gebet, es lautet:

 

"Mein Herr und Mein Gott,

Nimm alles von mir,

Gib alles mir was mich fördert zu Dir

Nimm mich mir und gib mich ganz zu Eigen Dir"

 

Wenn es interessiert kann hier mehr über das Leben von Bruder Klaus erfahren:

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Niklaus_von_Fl%C3%BCe

 

 *     *    *    *    *

 

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In dieser schönen friedevollen Gegend überzogen mit  einem mystischen Hauch, war ich also als Hotelsekretär mit reformiertem Glauben  gelandet.

An einem Sommerabend, nach der Arbeit, nahm eine junge katholische Frau, die Schwester des Hoteldirektors,  mit der ich mich gut verstand, meine Hände in ihre Hände und betete lautlos irgendetwas. Die Ganz kam mir seltsam vor, so etwas hatte ich noch nie erlebt und ich dachte an gar nichts. Jetzt geschah etwas Unerwartetes. Ein unbeschreibliches  helles  weisses sanftes, nicht blendendes Licht war plötzlich in dem Raum in dem wir uns befanden. Dieses Licht kam von einem Wesen das ich nicht direkt sah, sondern nur seine Gegenwart stark und unmittelbar bei mir Raum wahrnahem. Ich empfand dieses Wesen als die direkte Verkörperung der Liebe, als sei es die Liebe selbst. Auch dies lässt sich nicht genau beschreiben. Ich kann nicht sagen wie lange dieses Licht und der intensive Eindruck dieses Wesens da war. Es muss einige  Minuten, höchstens eine Viertelstunde gedauert haben, bis es wieder sanft verschwand.

Als das Licht und das Wesen zurückging und verschwunden war, hatte ich den Eindruck einer  sehr grosse Befreiung von Dingen in mir, die mir zuvor gar nicht so richtig bewusst waren. Zugleich empfand ich ein mir bisher unerkannte Freude.  Aus lauter Freude und Befreiung musste ich fast die ganze Nacht einfach so heulen.

Am nächsten Morgen sagte ich mir, wenn eine gläubige katholische Frau mit ihrem Gebet so eine grossartige Wirkung erzeugen kann, will ich katholisch werden. Obwohl ich im reformierten Glauben aufgewachsen war, hatte ich als Kind ja guten Kontakt zum dem katholischen Kapuziner Pater Leo Holl gehabt. Meine Eltern waren protestantisch.  Diese Bezeichnung entstand nach der Reformation aus  Protest gegen gewisse Ansichten der katholischen Kirche. Jetzt vertiefte ich mich in die verschiedenen Broschuren und Bücher die an diesem katholischen Pilgerort auflagen und war fest entschlossen den Glauben zu wechseln. Dies war zudem auch Sylvias Wunsch die mit mir gebetet hatte.

Das beschriebene Erlebnis gehörte zu dem bedeutungsvollsten, einschneidensten und richtungsgebenden Vorgängen in meinem Leben.    Es hat mir für mein ganzes Leben eine bisher nicht gekannte Gewissheit gegeben die ich in den nächsten Zeilen wiedergebe:

 

1) Es gibt mit Bestimmtheit etwas was wir als höheres Wesen als Gott bezeichnen.

 

2) Dieses Wesen und auch dieses Licht ist etwas was im Allgemeinen ausserhalb unserer normalen Sinneswahrnehmungen, in einer anderen Dimension im Transzendenten liegt.

 

Ganz NEU wird hier durch einen Vortrag von Dr. Werner Gitt

Diese Tatsache teilweise physikalische beschrieben.

 durch anklicken der folgenden URL die alles bestätigt was ich hier schreibe: (Eingefügt am 10. April 2011). .

Besser als das hier dargestellt wird kann ich dies nicht darstellen, darum lasse ich Herrn Prof. Dr. Werner Gitt sprechen.

Ich kann nur sagen das stimmt wirklich alles.

Jesus: Herr über Raum und Zeit

http://www.youtube.com/watch?v=Ib-svOL_NbI

In diesem Vortrag zeigt Prof. Dr. Werner Gitt aus wissenschaftlicher Perspektive auf, wie das Verhältnis von unsichtbarer zu sichtbarer Welt zu verstehen ist. Er erklärt, was Ereignishorizonte und Dimensionen sind und was das für unsere Wahrnehmung von Realität oder Wundern zu bedeuten hat. Er zeigt auf, wer der Herr über Raum und Zeit ist.

 

3) Von dem Augenblick an wusste ich, ich bin nie mehr allein, obwohl dieses Wesen nicht mehr direkt sichtbar gegenwärtig ist, ist seine Gegenwart immer da.

 

4) Mein grösster Wunsch ist es seither, dass wenn ich einmal sterbe, wieder  in die Gegenwart dieses Lichts oder dieses Wesens zu kommen.


5) Wie bereits gesagt, dieses Wesen ist immer gegenwärtig. Es kennt uns ganz genau und sieht und kennt jeden
Moment, jeden Gedanken und jede Situation unseres Lebens, es kennt genau unsere Gedanken und Gefühle und alles was wir tun.

 

6) Zudem wurde mir mir bewusst, der Glaube ist eine gewaltige Kraft.

 

7. Erst später wurde mir klar, dass ich hier Jesus erlebt haben muss, da der Raum mit seiner unendlichen Liebe erfüllt war. 

 

8. Irgendwie hatte ich dabei die Gnade erlebt,  ganz kurze Zeit eine andere Dimension geblickt zu zu haben.

 

Dies habe ich seither nie mehr so intensiv erlebt, auch nicht nach 60 Jahre.

 

Die Wirkung dieses Erlebnisses hielt monatelang an, wurde jedoch mit der Zeit leider immer schwächer. Eine gewisse Zeit hatte ich sogar das Gefühl ich könne bei jedem Mensch gleich empfinden, wessen Geistes Kinder er ist, was auch langsam schwand.
 

Mit der Bibel die ich bisher hier und da darin gelesen hatte konnte ich früher nicht  viel anfangen. Damals sagte sie mir in diesem Zusammenhang nicht viel und mit dem katholisch werden wurde nichts. Je mehr ich mit dem Katholizismus vertraut machte umso länger stiess ich auf einzelne Dogmen die ich nicht annehmen konnte, schätzte aber gläubige Katholiken sehr. Habe den Eindruck zwischen wirklich gläubigen Menschen und dem Machtapparat in Rom bestehen das Unterschiede.

 

Die Sommersaison im Hotel Paxmontana Flüeli Ranft ging zu Ende.

 

Wieder zu Hause in Zernez im Engadin erzählte ich meinen Eltern von dem Erlebnis.

Mein Vater fand dies könnte der "GENIUS LOCII" in dem Gebiet  gewesen sein. Der Geist oder das Geniale das  an so einem  Ort vorhanden ist.

Darauf besuchte ich den neuen  Kapuzinerpater in Zernez um mit ihm die Dinge zu diskutieren die ich nicht glauben konnte. Er sagte mir einfach: "Sie müssen dies eben einfach glauben". Das  funktionierte jedoch bei mir nicht .

Wohl verstand ich Vieles wie ein "guter Katholik" es fühlt. Der vollständige Zugang zur „Mutter Kirche“ blieb mir jedoch verschlossen.
 

Das ganze Erlebnis beschäftige mich weiter stark und ich versuchte herauszubringen was ich da eigentlich erlebt hatte. Wie mein  Vater meinte  es sei der ""genius locii"" der Geist des Ortes, gewesen der so einen Einfluss ausgeübt hatte. Was für mich damals stimmen konnte, den  Flüeli-Ranft hat eine besondere Ausstrahlung und "Bruder Klaus" hatte dort sein verschiedenen Visionen.

 

Nachdem ich dieses Erlebnis auch Verwandten mitgeteilt hatte fand eine Frau (Tante Müsy) die Frau eines meiner Cousins, in Schaffhausen, die einmal Journalistin war, etwas stimme nicht bei mir, ich könnte reif sein für einen Psychiater. So besuchte ich auf ihren Rat und aus eigenem Antrieb an einem Nachmittag die  Psychiatrische Klinik Breitenau in Schaffhausen einen Herrn Dr. Wanner, den leitenden Psychiater der Anstalt.

 

Ich erzählte ihm von dieser Lichterscheinung und wartete gespannt auf seine Erklärung. Dieser Psychiater fragte mich dann auf eine ganz komisch Art: "hören Sie Stimmen Herr Werner?". Da wurde mir schlagartig bewusst, er hält mich für schizophren. Jetzt gab ich mir alle Mühe ganz "normale" und diplomatische Antworten zu geben und war heilfroh, dass ich, nach zwei Stunden wieder aus dieser Klinik in das helle Sonnenlicht treten konnte, ohne irgendwelchen Behandlungen unterzogen worden zu sein. Nach diesem Ereignis ist mir klar geworden. Jemand der kein solches Erlebnis hatte kann es unmöglich verstehen und akzeptieren, wenn er noch so gelehrt ist.

 

Zu Hause bei meinen Eltern in der grossen Bibliothek meines Vaters, stiess ich auf  ein Buch vom Psychiater C.G. Yung mit dem Titel "Das Geheimnis der goldenen Blüte". Da werden Erlebnisse von chinesischen Mystikern beschrieben welch auch solche Lichterscheinung hatten, allerdings ohne die Gegenwart dieses Wesens.  Da habe ich mir gesagt, "Du musst auch irgend so etwas Ähnliches erlebt haben". Damit hatte ich vorläufig eine Antwort darauf gefunden.

 

An dieser Stell muss ich einschieben, inzwischen habe ich sehr viele andere Menschen getroffen, die ähnlich Erlebnisse hatten, oder in Büchern ähnliche  Erlebnissen beschrieben. Ich habe auch Vorträge darüber gehört von  Menschen die. noch viel mehr erlebt haben. 

 

Dies ist so eines der Bücher, es gibt aber noch etliche Beschreibungen von anderen Menschen.

 

 

 

Siehe diesen Link:  "Der Schleier zerriss".

       wie  "Der Tod eines Geurus".

 

       Weiter  das  Erlebnis eines ehemaligen  

 Philosophie Professors,  Derek  Prince

 und noch viele Weitere.

 

 

 

 

 

Sie alle hatten unerwartete einschneidende Erlebnisse die ihr Leben ganz umkrempelte. Darauf komme ich zu einem anderen Zeitpunkt  zurück

 

 

Ein Jahr später kam ich auf dem Weissenstein  im Kanton Solothurn in ein Hotel oberhalb des Städtchens Solothurn.

Wie erreichte ich diesen Ort? Mit einer alten erwürdigen Sesselbahn. Diese darf seit zwei Jahren aus Sicherheitsgründen nicht mehr fahren.

 

Nostalgie. Kommen die Zeiten des alten Sessellifts jemals wieder?

 

 

Hotel Kurhaus Weissenstein

 

Dieses Bild zeigt den Ausblick vom Weissenstein in das Mittelland

 

wo ich die ersten Kontakte mit Mormonenmissionaren hatte.

An einem Gewitternachmittag konnte ich hier sogar einen sog. "Kugelblitz" sehen,

wie er über ein Gebiet in der Landschaft rollte und zerplatzte.

 

Hier kam ich zum ersten Mal mit Missionaren "der Kirche Jesu Christi, der Heiligen der Letzten Tage" zusammen.  Siehe Weissenstein

Seit dem Erlebnis auf dem Flüeli Ranft  hatte ich mich wieder vermehrt mit Religionen beschäftigt. Hauptsächlich die hinduistischen und tibetanischen Religionen, hatten mein Interesse erweckt. Zu Hause hatten wir darüber umfangreiche Literatur, da mein Vater auf der Suche nach den Dingen hinter den Dingen war. Faszinierend dabei waren für mich die Bücher von Alexandra David Nell, einer Französin welche etliche Jahre den Tibet besucht hatte und mit den verschiedenen Lamas der damaligen Zeit und ihren Praktiken vertraut wurd. Bei Zeit komme ich später einmal darauf.

 

Auf die Frage der Missionare ob ich mehr über ihre Religion erfahren möchte willigte ich darum sofort ein. Später erfuhr ich, das es eine ihrer "Schlüsselfragen" war,  um "Untersucher" in ihre Religion einzuführen um sie dann davon zu überzeugen.

Die Missionare vermittelten mir den Eindruck,  saubere, moralisch einwandfreie, korrekte und spezielle Menschen zu sein. Besonders ein Missionar gefiel mir sehr gut, da er meine Fragen mit physikalisch und philosophischen Ansichten beantworten konnte. Zudem stellten sie mir ein Moped zur Verfügung mit wir zusammen Mitglieder der dortigen Gemeinde besuchten. Hauptsächlich eine ältere Frau, die gut kochen konnte. Das liebten die Missionare.

 

Die  Mitarbeiter des Kurhauses Weissenstein fanden allerdings diese Missionare machen auf sie einen eher komischen Eindruck.  Diesen Eindruck hatte ich jedoch nicht.

Bei den Unterredungen mit den Missionaren und dazwischen hatte ich allerdings kaum Zeit das Buch Mormon zu lesen, das sie mir gegeben hatten.

Dieses Buch kam mir dabei eher komisch oder gar  primitiv in seiner Ausdrucksweise vor.

Kein Vergleich mit der erhabenen Sprache der Bibel.

 

Auf meine Fragen erklärten sie mir ich werde in ihrer Religion noch mehr grosse Erkenntnisse erlangen da auch Joseph Smith so Lichterscheinungen hatte.  Dies überzeugte mich, So liess ich mich am Ende im Gemeindehaus in Zollikofen in der Nähe  des Mormonentempels taufen.

 

 

des  Mormonen-Tempel in Zollikofen bei Bern.

 

Anschliessend an die Taufe fragte mich einer dieser Missionare was für mich das Entscheidenste und Wichtigste bei meiner Bekehrung war.  Als ich ihm sagte, es sei das Wort der Weisheit welches sie lehren, habe mich am meisten beeindruckt, weil ich damit aufgehört hatte zu rauchen. Diese Anwort enttäuschte ihn sehr. Er erwartete vermutlich ein überschwengliches Zeugnis, dass seine Kirche die einzig Wahre sei. Bisher hatte ich noch nie in einer Gemeinde "der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage", besucht, da ich an den Sonntag im Hotel die  meiste Arbeit mit den Gästen hatte und keine Zeit für irgendwelche Kirchenbesuche. 
 

Die Sommersaison auf dem Weissenstein ging zu Ende und ich ging wieder in meine Heimat,  in das Engadin zurück. Zurück Im Engadin, gab es zum Glück weit und breit keine Mormonen.  Die Kombination von Buch Mormon, Lehren und Bündnisse und Köstliche Perle die mir die Missionare und Meta Studer mit Wiedmungen  geschenkt hatten, versteckte ich nach zwei Wochen im Estrich. Meine Bekannte und Freunde schauten mich plötzlich immer  sehr komisch an als ich ihnen von den Mormonen und deren Ansichten erzählte. Ich sagte mir, Edgar,  Du bist einer Sekte auf den Leim gegangen, konnte dies damals jedoch noch nicht eindeutig begründen.

 

Anschliessend ging ich mit meiner Schwester, meinem Schwager und ihren Kindern nach Italien in die Ferien. Von Mormonen wollte ich nichts mehr wissen.  Wir wohnten dort in der Nähe von Livorno, am Ligurischen Meer wo das Meer noch ganz klar ist (oder war?).
 

Es war jedoch wie verhext, ausgerechnet in einer anderen Wohnungen in Livorno wo wir wohnten, waren zwei Mormonenmissionare. Es waren die einzigen Missionare in diesem Gebiet von Mittelitalien. Ein Kontakt mit ihnen war unausweichlich, ich empfand sie wieder als sehr nett und gediegen. Sie nahmen mich am nächsten Nachmittag in

 

das gosse Amerikanische Natocamp bei Livorno mit.

 

 

Es war etwas Beeindruckendes für mich. Da erlebte zum ersten Mal, Amerikanische "Ambiance". Das ist ein riesengrosses von einem hohen Metallzaun umgebenes Areal mit einem grossem Flugfeld und vielen Amerikanischen Militärflugzeugen. Mitten in Italien, getrennt von den Italienern,  befanden sich da nichts als Amerikaner, mit und ohne Uniformen. Sie hatten hier ihr eigenes Shopping Center, ihre eigenen Restaurants ihre eigenen Sportplätze wo sie Volleyball und amerikanischen Fussball spielten.  Wir assen Hamburger, Milchshakes und Popcorn.  Diese Missionare waren Akademiker, gediegene und studierte Menschen. Sie  waren hier hauptsächlich mit ihren Landsleuten und weniger mit den Italienern  beschäftigt. Meine Meinung über die Mormonenkirche wurde in den Gesprächen mit ihnen wieder aufpoliert, irgendetwas Besseres und Grösseres musste da doch dahinter sein. Trotzdem befasste ich  mich dann nicht weiter mit dem Mormonentum und ging bald wieder eigenen Wege.

 

Zurück in der Schweiz besuchten mich eines Tages ganz unerwartet die Missionare die mich getauft hatten. Sie hatten meine neue Adresse in Aarau ausfindig gemacht.  Ich spielte gerade mit einem Kollegen Schach und hielt eine rauchende Zigarette zwischen den Fingern als ich sie an der Tür empfing. Ich erklärte ihnen, dass ich inzwischen mehr Zeit hatte mich mit dem Buch Mormon zu beschäftigen und ich eine ganz andere Meinung über die Herkunft der Indianern hatte als dies im Buch Mormon steht. Sie meinten darauf, ich müsse unbedingt mit Ihnen zu ihrem Missionspräsident nach Zürich kommen. Ich gehorchte. Der Missionspräsident zeigte mir irgendwelche Abschriften von Indianergeschichten und Träume von Indianern  die irgendwie bestätigten, dass das Buch Mormon doch war sei. Er sagte mir ich sei nun getauft, getauft sei getauft, da gebe es kein Zurück mehr.

 

Monate später,  wohnte ich in Rombach bei Aarau. Da  wurde ich von einem älteren Missionarsehepar besucht. Die Frau war früher Köchin beim frühern Mormonen Präsidenten David O. McCay gewesen.

                            

Sie und ihr Mann waren sehr lieb. Sie nahmen mich mit in ihre Gemeindeversammlung nach Trimbach bei Olten mit. Das war das erste Mal an dem ich einer Mormonengemeinde war. Zuvor hatte ich ja immer nur Kontakt mit den Missionaren gehabt. Zur Lokalität des Versammlungshauses in Trimbach gehörte auch ein Schaufenster. Dieses Schaufenster, wie es ausgestellt war gefiel mir gar nicht. Ich sagte diesem Ehepaar vieles was mir an dieser ganzen Gemeinde nicht gefiel.

Sie gaben mir gleich die Aufgabe gewisse Dinge die mir nicht gefielen zu verbessern. Solchermassen geehrte begann ich mich für alles einzusetzen und wurde nach zwei Jahren in denen ich verschiedene Ämter inne hatte zum Gemeindeleiter der Mormonengemeinde Olten eingesetzt.

 

Hier lernte ich auch meine zukünftige Frau kennen. Wir haben drei eigene Töchter und einen Adoptivsohn (Koreaner). Von

dieser Frau bin ich inzwischen seit mehr als  12 Jahren geschieden. In den letzten Jahren hatten wir hauptsächlich Streit wegen der Kirche.
Jedes Mal wenn ich ihr erklärte dies und jenes könne in dieser Kirche nicht richtig stimmen,  da es nicht mit der Bibel übereinstimme, wurde sie fuchsteufelswild. Dies konnte auf die Dauer nicht gut ausgehen.

 

Am Ende ernannten mich die Mormonen in Olten zu ihrem Leiter. Das Amt nannte sich damals Gemeindepräsident. In dieser Eigenschaft besuchte ich zeitweise Mitglieder diser Gemeinde . Dabei lernte ich eine ältere  glaubenstreue Schwester aus dieser Gemeinde kennen. Eines Tages gab sie mir einen Scheck über zwanzigtausend Franken, einzulösen bei der Zürcher Kantonalbank,  mit dem Auftrag, dass ich sie nach ihrem Tod im August, in Salt Lake City beerdigen müsse. Sie behauptete im August werde sie sterben. Das war tatsächlich so. Ich war bei ihrem Totenbet anwesend und hielt ihr die Hand. Da, in ihrer Sterbensstunde, sagte sie mir ganz plötzlich und unerwartet: "Bruder Werner, ich bin den falschen Weg gegangen". Ich wagte es noch zu fragen was ist denn der Richtige. Sie sagten "das Einfache ist richtig" und starb dann. Wie versprochen beerdigte ich sie dann in Salt Lake City. Dabei hatte ich noch die Gelegenheit den Brice Canyon zu besuchen und   verschiedene Versammlungen, Gemeinden und den Tempel in jener Gegend. Dabei  und lernte dabei noch kurz San Franzisko, Sacramento, St. Georges, Las Vegas, und etwas von von Silicon Valley kennen. Ich wurde sogar in ein Militärforschungszentrum gebracht wo mir ein geheimer, etwas 4 auf 4 cm. grosser  Chip gezeigt wurde mit dem die Amerikaner im Meer russische Unterseeboote aufspüren konnten. In der Nähe von St. Franzisko zirkulierten auch ständig

Militärflugzeuge mit welchen die Amerikaner die Küste ständig überwachten.
 

In St. George, einer Stadt die sich in einer Wüste befand, fuhren mich Mitgliedern in ein dürres Wüstengebiet auf um uralte Pfeilspitzen (Arrow heads) von Indianern zu suchen. Wir fanden allerdinds keine. Dafür sah ich hier eine uralte Indianische Felszeichnungen an einem Felsen. Da kam mir bereits die Idee die Geschichte des Buches Mormon über die Ureinwohner von Amerika, die sog. Lamaniten könne nicht stimmen. Diese Felsenzeichnungen waren nämlich viel älter und das passte alles nicht zu den Beschreibungen des Buches Mormon.


      Zurück in der Schweiz zog ich aus beruflichen Gründen (Ich war inzwischen Eidg. diplomierter Hörgeräte-Akustiker mit eigener Firma geworden) nach Luzern um wo man mich  wiederum als Gemeindeleiter jener Gemeinde einsetzte. Ein neuer Mormonen-Missionspräsident tauchte in jener Zeit auf. Wir hatte beide nicht "das Heu auf der gleichen Bühne". Auf Details will ich hier nicht eingehen.
Die Ereignisse führten dazu, dass ich mein Amt als Gemeindeleiter aufgab, da es immer mehr Dinge gab, für die ich nicht mehr einstehen konnte, obwohl ich noch kurze auch ein Hilfstempelarbeiter in Zollikofen war. So zog ich mich immer mehr zurück und beobachte das ganze Gemeindegeschehen nur aus den hintersten Bänken. Die Pfahlbeamten aus Zürich mieden mich seither irgendwie und ich wurde links liegen gelassen. 

Der ganze Kirchenbetrieb begann mich zu langweilen und eher abzustossen. Es ging immer um das gleiche Theater. Neue Mitglieder finden, sie möglichst bald zu taufen sie in der Gemeinde zu integrieren sie zu motivieren den Tempel zu besuchen, und ihren Zehnten zu bezahlen. Jährlich fanden persönliche Interviews statt, wo geprüft wurde wie sehr so ein Mitglied noch bei der Stange war und wo es hauptsächlich auch um das Zehntenzahlen und dem Gehorsam gegenüber der "Kirche der Heiligen der letzten Tage ging".

 

Das versprochene Erlebnis mit Christus hatte sich nach  27 Jahren Kirchenzugehörigkeit nie eingestellt. Im Gegenteil alles bot sich mir immer flacher dar. Das konnte es nicht gewesen sein. Dazu gewinnen  konnte ich nichts mehr, nur noch verlieren.

 

Damit fasste ich den Entschluss einmal andere Glaubensgemeinschaften zu besuchen. um herauszufinden was dort geglaubt wird. In einer Gemeinde die sich charismatisch nannte, erlebte ich wieder Entscheidendes. Die Predigt handelte an jenem Vormittag vom "das Wasser des Lebens" (Offb. 22.17). was der Sprecher sagte, kam mir genau auf mein Leben und auf meine Situation zugeschnitten vor. Die Ansprache enthielt genau das, wonach ich eigentlich immer gesucht hatte und bei den Mormonen nicht gefunden hatte. Am Ende der Predigt forderte der Sprecher  die Zuhörer, welche jetzt Jesus Christus in ihr Leben aufnehmen wollten,  nach Vorne zu kommen um ihr Leben Christus zu übergeben. Ich sagte mir "jetzt oder nie" und ging nach Vorne, wo sich noch andere Menschen aufgereiht hatten. Der Reihe nach gingen der Redner und der Pastor der Gemeinde zu den einzelnen welche sich dort standen. Als sie zu mir kamen, fragte der Pastor der Gemeinde: "was ist dein Problem?“. Ich konnte nur sagen "ich bin ein Mormone". Der Redner legte mir die Hände auf den Kopf und der Pastor legte mir seine Hände vorne und hinten auf die Brust in der Herzgegend. Was sie alles sprachen, kann ich mich nicht erinnern. Ich weiss nur sie sagten "Öffne dein Herz für Jesus". Dann geschah etwas Seltsames.
Es entstand plötzlich etwas Neues. Ganz unerwartete wurde mir bewusst, ich habe "ein Herz". Das Verhältnis zu Gott war aus meiner verstandesmässigen Kopfreligion in mein Herz gelangt. Plötzlich sah ich die Menschen um mich, ja die ganze Welt in einem neuen Licht. Es war ein ähnliches Erlebnis wie wenn man sich verliebt.
Jetzt wollte ich es wissen. Wieder zu Hause suchte ich im Buch Mormon was den Menschen dort geschah als Christus ihnen erschienen war und sie belehrte. Ich fand nichts dergleichen.
Der Ausdruck „Herz“ konnte ich  auch nicht im Stichwortverzeichnis  finden (schaut bitte einmal selbst in Eurem Buch Mormon danach, möglicherweise hat es zwar inzwischen wieder Änderungen darin gegeben). Augenblicklich wurde mir klar: Das Buch Mormon ist absolut keine von Gott offenbartes Buch. Ich warf das ganze Buch in eine Zimmerecke. Seither habe ich auch nie mehr eine Mormonengemeinde betreten, ich wollte nicht mehr länger mit diesen falschen Lehren konfrontiert werden und meine Zeit unnötig damit verbringen.

 

Als ich in der Bibel suchte was da über das Herz stand, fand ich in einer kleinen Bibelkonkordanz 80 Stellen mit Herz. Heute finde ich in der Bibel mit dem Computer 1010 Stellen mit Herz.

Die Bibelstelle:  "Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleische wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben" Hesekiel. 36. 26.   --  Diese Schriftstelle traf genau auf das zu was ich erlebt hatte.--

 

Von diesem Moment an eröffnete sich mir die Bibel. Ich konnte sie einer ganz neuer Einstellung lesen. Was zuvor für mich  irgendwie alte verstaubte Geschichten waren, war für mich plötzlich zur Wahrheit geworden. ich legte mir eine Studienbibel zu die unter anderem alle miteinander verbunden Schriftstellen und Kettenverzeichnisse aufweist. Allerdings wurde ich deswegen noch lange kein Heiliger.

Die Aussagen der Bibel wurden für mich zum direkten Zeugen für den geschichtlichen und auch gegenwärtigen Jesus Christus.  Als ich weiter in der Bibel lass sprangen mich gewisse Sätze, die mir zuvor nichts sagten,  plötzlich an. Es waren anfänglich hauptsächlich Sätze die im Gegensatz zum ganzen Mormonentum standen.

 

Jetzt ging mir erst ein Licht auf. Erst jetzt wurde mir klar auf was ich damals im Flüeli Ranft erlebt hatte.  Ich hatte dabei irgendwie Jesus Christus persönlich erlebt. Was ich dann später persönlich erfuhr,  gibt es viele andere Menschen die Christus in unserer Zeit in  irgend einer Form erlebt haben.  Hier kann ich  nur wieder auf den Ausschnitt der  bereits zitierten Buches  "Der Schleier zerris" (das ist ein Link)  von  Gulshan Esther  hinweisen. Sie,  die Tochter, eines angesehenen muslimischen Vaters, war von Geburt an behindert, bis sie in einer Nacht Christus persönlich erlebte und augenblicklich geheilt wurde. Wenn man den angegeben Link klickt, kann man mehr von ihrer Geschichte lesen.

 

Ein neues Leben hatte für mich begonnen.

Nie mehr würde ich dieses neue Leben mit dem Leben als Mormone vertauschen wollen.  

Die neue Denkart, die neuen Gefühle,  dies alles entfernte mich immer mehr von meiner Frau Martha, die eine treue Mormonin blieb. Sie beharrte  auf dem Mormonentum.

 

Das neue Leben beinhaltet ganz andere Dimensionen  und ist auch viel freier. Die ganze Schreibweise des Buches Mormon kam mir im Gegensatz zur Bibel sowieso immer irgendwie dilettantisch vor. Eine bei den Mormonen ausgetretene Missionarin, (Meta Studer) welche mir den ersten Kontakt mit den Missionaren auf dem Weissenstein verschaffte, bezeichnete später, das Buch Mormon als eine "Second Hand Bibel". Dies finde ich, ist ein treffender Ausdruck!
 

Das Herz,  wie ich es erfahren habe, ist der Ort, wo wir Gott begegnen. Wohl sprechen die Mormonen davon "sie hätten ein Brennen im Herzen". Dieses "Brennen" dieses suggestive Gefühl, haben sie jedoch gegenüber dem Buch Mormon ihrer irdischen Kirche ihren Führern und deren Institutionen und nicht unmittelbar für Jesus Christus. Nach meinen Erfahrungen habe ich keinen Mormonen getroffen der Jesus Christus persönlich aufgenommen hatte.  Sie verwenden wohl seinen Name und behaupten das Königreich Gottes auf Erden hergestellt zu haben. Christus hingegen hat gesagt:  "Mein Reich ist nicht von dieser Welt".

Dieser Artikel wird mit der Zeit in zwei weitere Artikel aufgeteilt. Diese Seite ist eine Fassung wie  ich sie einmal im Ex-mormonen.forum mitgeteilt hatte.

 

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