Startseite  Anleitung  Vorwort   Neuere Kapitel  Alphabetisch  Chronologisch  Zernez Interessantes  Feedback Familie  Roter Faden

Zurück zur Genealogie

Stadt Schaffhausen

Munot

     Tante Dyna war die Schwester meines Vaters. Sie wohnte in der Stadt Schaffhausen

wo auch mein Vater geboren und aufgewachsen war.

 

Als Kind durfte ich sie darum öfters besuchen.

Sie war die Witwe eines wohlhabenden Weinhändlers, Albert Schachenmann sen.  und wohnte

im Süssen Winkel

Fronwagplatz: b

Süsser Winkel

 

beim Fronwagplatz.

 

Tante Dyna kann ich nur mit positiven Ausdrücken beschreiben.

Sie war nicht sehr gross gewachsen, aber eine sehr liebe Tante mit viel Verständnis für alles.

Alle mochten sie sehr gerne. Sie wohnte in einer recht grossen Wohnung in der sich einige ganz

alte schöne Schränke befanden. Der Fussboden in diesem alten Haus war irgendwie schief.

Gekocht wurde dort mit Gas, was für mich ein neues Erlebnis war.

Im zweiten Weltkrieg mussten wir bei Bombenalarm jeweils in den grossen Weinkeller

flüchten. Meine grösste Angst dabei war, dass die Bomben in die riesigen Weinfässer

einschlugen. Wir hätten dabei im Wein schwimmen müssen.

Später als ich wieder in Zernez war gab es einen Bombenangriff auf Schaffhausen.

Neuerdings habe bin ich jetzt sogar auf ein Video über diesen Bombenangriff >clickgestossen.

Dieses kann man hier sehen und hören.

 

 

Tante Dyna hatte fünf Kinder. Werner, Gertrud, Kurt, Albert und Liselotte. Sie waren alle bereits erwachsen.

 

Werner Schachenmann  führte zusammen mit Albert Schachenmann die Weinhandlung >click

gestorben

 

Gertrud Schachenmann war in Zürich an der Pflegerinnenschule als Kinderärztin tätig.

Sie war meine "Gotte". Später wohnte sie in Hallau wo sie sich in den dortigen Rebbergen

ein Haus gebaut hatte. Getrud spendete unserer Familie in Ballwil/LU Fr. 80'000.-

als Anzahlung damit wir damals unsere grosse Eigentumswohung kaufen konnten.

Nachdem sie krank wurde und Pflege brauchte, verlangte Albert ihr Bruder das Geld wieder

von uns zurück.

 

Kurt Schachenmann war ein Direktor von  Brownbovery und leitete die Firma in Lima Peru.

         wegen der politischen Schwierigkeiten die sich immer mehr anhäuften

         musste sich diese Firma dort zurückziehen. Früher betätigte er sich auch als Kunstflieger.

 

Albert Schachenmann widmete sich zusätzlich der Malerei (gestorben)

gestorben

 

Liselotte Schachenmann heiratete einen Amerikaner (Irving) und wohnte dann in Amerika.

 

Tante Dyna ging öfters mit mir auf den Randen wandern. Das war eine schöne Zeit.

Auf dem Randen hatte ihr Sohn Albert im Wald eine Walhütte gebaut.

Diese Walhütte lag etwas in der Nähe des Hohen Turmes. Cousin Albert

malte damals viel. Ich schaute ihm dabei zu wie er ein Bild der Bäume der Umgebung mit einer

Fernsicht einfing. Soweit ich mich entsinne, waren es  Aquarelle. Dies spornte

mich auch an zu malen. Albert Schachenmann wurde in Schaffhausen ein bekannter Kunst-Maler.

   

Diese Waldhütte habe ich im Sommer 2002 wieder gesucht. Zuerst stieg ich auf den

Hohen Turm. Zu meiner Überraschung erlebte ich zum ersten Mal in meinem Leben, es wurde mir schwindlig,

wenn ich durch die mit durchsichtigem Metallgitter abgetrennten Stockwerke auf den Boden tief unten schaute.

Dies bereits eine Alterserscheinung gewesen sein.

 

Nach langer Suche konnte ich endlich  das Waldhaus wieder finden. Es waren noch andere

Hütten in der Umgebung, vermutlich später gebaut, die ich früher nicht gekannt hatte und

die mich fast in die Irre führten. Endlich fand ich die Hütte. Der Zugangsweg im Wald und die relative Nähe

zum Hohen Turm halfen mir. Die Hütte kam mir verlassen und vernachlässigt vor.

Am liebsten würde ich diese Waldhütte kaufen.

Wenn Licky noch lebt, die Frau von Albert, weiss sie evtl. Näheres. Albert ist vor zwei Jahren gestorben.

Die Umgebung der vordere Platz beim Waldhaus entsprach nicht mehr ganz meiner Erinnerung.

   

Als Kind durfte ich einmal ganz allein in dieser Hütte übernachten. Am nächsten Tag

wanderte ich dann allein über Merishausen wieder gegen Schaffhausen. Es war ein schöner

Sommertag, Blauer Himmel, schönen Wölkchen, blühende Wiesen, Bienen Summten, Vögel pfiffen.

   

An diesem Morgen empfand ich ein mir bis dahin ungekanntes Glücksgefühl das ich erhoffte

wieder einmal zu erlangen. Ich war hier richtig zu Hause obwohl es ganz anders als im Engadin

war

 

 

Brunnen am Fronwagplatz wo ich im ersten Stock im Süssen Winkel bei meiner

  Tante Dyna mehrmals Ferien machen durfte.

 

Zwei ihrer Söhne, Werner und Albert Schachenmann, führten das Weingeschäft, im süssen 

Winkel. Tief unter dem Haus befanden sich ein grosser Weinkeller mit riesige mit Wein gefüllten

Fässern. Beim Schreiben dieser Zeilen kommt mir der typische, angenehme Weingeruch dieses Kellers

heute noch in die Nase. Es war Kriegszeit. Bei Fliegeralarm mussten wir in wenigen Minuten

in diesen Keller flüchten. Die grösste Angst die ich dabei hatte war, dass eine Bombe in ein Fass

einschlägt und wir im auslaufenden Wein hätten ersaufen müssen.

   

Albert Schachenmann, nahm mich zeitweise mit bei seinen Ausflügen in die Weingebiete vom

Kanton Schaffhausen mit.  Eine andere Angst, die Angst vor dem Wasser, ein Trauma erlitt ich bei Schwimmversuchen im Rhein. Albert, der jeden Mittag ins Schwimmbad ging, wollte mir unbedingt

das Schwimmen beibringen. Als Kind, aufgewachsen in den Bergen und keine Ahnung vom Schwimmen

zwang er mich dort in der Badeanstalt in Schaffhausen ins Wasser, in den fliessenden Rhein zu gehen

um loszuschwimmen. Obwohl der Badeanteil in diese Badeanstalt abgegrenzt war, hatte ich eine

fürchterliche Angst vor diesem tiefen und  reissenden Fluss. Eines Tages band er mir ein Seil um

die Brust, damit ich schwimmen lernte. Er zog mich an diesem Seil durch das Wasser.

Ich schrie wie am Spiess, er schämte sich deswegen fürchterlich vor den anderen Badegästen.

Die Angst vor dem Schwimmen wurde mir erst bei meiner Tante Lysi im Zugersee genommen.

 

"Lappi tue d'Augen uuf!" - steht es am Schwabentor

 

der Stadt Schaffhausen angeschrieben

 

Erst heute durch das Internet erfahre ich etwas mehr über die

Familie Schachenmann

der Famlie meiner Tante Dyna

Fortsetzung folgt  

Geschichte des zweiten Weltkriegs

 

Startseite  Anleitung  Vorwort   Neuere Kapitel  Alphabetisch  Chronologisch  Zernez Interessantes  Feedback Familie  Roter Faden